Georg Schmidt

“Fotografie eröffnet mir die Möglichkeit, das Vergangene festzuhalten.”
Georg Schmidt

“Nach 14 Jahren beruflichen Auslandsaufenthalten in den verschiedenen Metropolen Europas von Moskau bis nach Paris, haben meine Familie und ich das beschauliche Aschaffenburg schätzen und lieben gelernt. Aschaffenburg bietet mit seinen Seen, der Altstadt, dem Mainufer und den Parkanlagen zahlreiche Möglichkeiten, dieses Umfeld in eine überlegte Bildsprache wunderbar einzubinden.

Mein fotografischer Schwerpunkt liegt in den verschiedenen Bereichen der Menschenfotografie, welche ich ausnahmslos analog im Mittel -oder Großformat erstelle. Die Filme entwickle ich selbst, bis hin zum Abzug und der finalen Rahmengestaltung.

Analog zu fotografieren, ist eben auch eine bewusste ästhetische Entscheidung. Nicht mehr und nicht weniger.

Vielleicht erfährt die analoge Fotografie in den letzen Jahren gerade deshalb einen so großen Zuspruch von jungen Nachwuchsfotografen zwischen 15 – 35 Jahren, weil es als inspirierendes und experimentelles Medium zum Ausdrücken ihrer Kreativität gesehen wird.

Analoge Fotografie diszipliniert dazu, sich im Vorfeld genau zu überlegen, ob es dieses Bild wirklich verdient, gemacht zu werden. Filme (35 mm) sind relativ günstig, aber eben nur relativ, wenn das Ergebnis zu wünschen übrig lässt.

Die Entwicklungskosten in Drogeriemärkten aber auch, wenn diese selbst durchgeführt werden, sind sehr gering. Eine 35mm Kleinbildkamera lässt sich schon für 50 – 80 Euro mit einem 50mm Objektiv erwerben. Das ist aus meiner Sicht ein guter Einstieg, um mit der analogen Fotografie zu beginnen.

Ein Bild erstellt mit einer über 40 Jahren alten Großformatkamera und einem nahezu ebenso alten Objektiv, gedruckt auf Hahnemühle Barytapapier, entfaltet eine eigene und manchmal sehr berührende Sogwirkung auf den Betrachter. Fotografie eröffnet mir die Möglichkeit, das Vergangene festzuhalten und manchmal einen kleinen Blick dabei in die Zukunft werfen zu können.

Mir persönlich gefällt zur Blütezeit besonderes der weitläufige Bereich um das Pompejanum und den Frühstückstempel. Ideen für Bilder gewinne ich oft bei Museumsbesuchen, Vernissagen und den Gemälden alter Meister.

Wo gehen wir denn hin? Immer nach Hause. (Novalis, 77 – 80)
Und das verbinde ich für mich und meine Familie mit Aschaffenburg.”

©Georg Schmidt: Pompejanum (Pentax 6×7)

©Georg Schmidt: im Schönbusch (Pentax 6×7)